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von Varier
Der Varier Gravity, vielen noch als Stokke Gravity vertraut, deckt vier Sitzwinkel ab: vom aktiven Knien bis zur Herz-Waage-Position, in der die Beine über dem Herzen liegen.
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Oberfläche: lackiert
Vom konzentrierten Arbeiten in kniender Haltung bis zur zurückgelehnten Position mit den Beinen über Herzhöhe: Der Varier Gravity, früher als Stokke Gravity bekannt, deckt vier Sitzwinkel ab und wechselt zwischen ihnen allein über das Körpergewicht.
Auf dieser Seite
Andere Relaxsessel kippen zurück, andere Kniestühle richten auf. Der Varier Gravity kann beides, ohne Hebel und ohne Mechanik. Vier Winkel reichen vom vorgeneigten Arbeiten am Tisch bis zur vollständig zurückgelehnten Haltung, in der die Beine über Herzhöhe liegen. Das gebogene Schichtholz federt dabei mit, sodass der Sessel im Atemrhythmus mitschwingt statt still zu stehen.
In der ersten Position lehnen Sie sich nach vorn, die Knie ruhen auf den geteilten Schienbeinpolstern. Diese Haltung öffnet den Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkeln und funktioniert an Tischen mit einer Höhe von etwa 71 bis 76 cm. In der zweiten Position sitzen Sie aufrecht wie in einem gewöhnlichen Sessel, die Füße stehen auf dem Boden.
Die dritte Position lehnt weiter zurück und eignet sich für Lesen, Musik oder Bildschirm. In der vierten liegen die Beine höher als das Herz. Der Kreislauf arbeitet in dieser Haltung nicht mehr gegen die Schwerkraft, das Gewicht verteilt sich über die gesamte Rückenfläche statt auf Gesäß und Lendenwirbelsäule.
Der Wechsel zwischen den Winkeln kommt ohne Hebel, Gasfeder oder Verstellschraube aus. Eine Verlagerung des Körpergewichts genügt, die Kufen tun den Rest. Für Zwischenstufen setzen Sie die Füße auf den Boden statt auf die Schienbeinpolster.
Die Kufen bestehen aus mehreren Lagen Buchen- und Eschenfurnier, die unter Hitze und Druck in Form gebogen werden. Das Holz bleibt dabei federnd, was das Wiegen im Atemrhythmus überhaupt erst möglich macht. Die Oberfläche ist mit wasserbasiertem Lack behandelt. Die Kopfstütze lässt sich in der Höhe verschieben, der offene Bereich zwischen Kopfstütze und Rückenlehne hält Arme und Schultern frei beweglich.
Peter Opsvik entwarf den Sessel 1983 für Stokke, aufbauend auf dem Balans-Konzept von Hans Christian Mengshoel. 2006 teilte Stokke die Produktlinien auf, die ergonomischen Sitzmöbel gingen an das eigenständige Unternehmen Varier. Wer heute nach dem Stokke Gravity sucht, findet damit denselben Sessel nach demselben Entwurf, lediglich unter neuem Firmennamen. Im Detail wurde er über die Jahrzehnte behutsam weiterentwickelt, das Grundprinzip ist unverändert geblieben.
Kein Sitzmöbel für Pausen: Wer im Homeoffice arbeitet, hat meist einen Schreibtischstuhl und ein Sofa, aber nichts dazwischen. Auf dem Sofa liest man halb liegend mit rundem Rücken, aufstehen und umziehen kostet Überwindung. Der Gravity deckt Arbeitshaltung und Ruhehaltung in einem Möbel ab, der Wechsel dauert eine Gewichtsverlagerung.
Druck auf der Lendenwirbelsäule: In jedem gewöhnlichen Sessel liegt das Körpergewicht auf Gesäß und unterem Rücken, auch bei guter Polsterung. Je weiter der Oberkörper zurücklehnt, desto mehr Last übernimmt die Lehne und desto weniger drückt auf die Bandscheiben. Der Gravity verteilt das Gewicht über die gesamte Rückenfläche und stützt die Lendenwirbelsäule mit einer festen Wölbung im Polster. In der weitesten Position tragen zusätzlich die angehobenen Beine mit.
Schwere Beine nach langem Sitzen: Nach mehreren Stunden im Sitzen sammelt sich Blut in den Beinen, Füße und Unterschenkel fühlen sich schwer an. In der weitesten Position liegen die Beine höher als das Herz. Der Rückfluss läuft dann mit der Schwerkraft statt dagegen, ohne dass Sie die Beine auf einem Hocker ablegen oder sich hinlegen müssen. Nach unserer Erfahrung im Fachhandel reichen den meisten Nutzern dafür schon 15 bis 20 Minuten am Stück.
Verspannte Schultern und Nacken: Beim Lesen oder am Bildschirm halten Kopf und Arme ihr Gewicht über Stunden selbst, die Muskulatur im Schultergurt kommt dabei nie zur Ruhe. In der zurückgelehnten Haltung des Gravity nehmen Lehne und Kopfstütze dieses Gewicht ab. Der offene Bereich zwischen Kopfstütze und Rückenlehne lässt Schultern und Arme dabei frei beweglich, statt sie einzuklemmen.
Erzwungene Stillhaltung: Klassische Relaxsessel fixieren die Haltung, sobald die Position eingestellt ist. Wer unruhig ist oder nach zwanzig Minuten das Bedürfnis hat, sich zu bewegen, muss die Verstellung erneut bedienen. Die federnden Kufen des Gravity geben jeder Bewegung nach, sodass der Sessel im Atemrhythmus mitschwingt und der Rücken auch im Ruhen nicht in einer einzigen Stellung verharrt.
Maßangaben des Herstellers, geringfügige Abweichungen durch Fertigungstoleranzen sind möglich. Das Gewicht des Sessels ist der Umweltproduktdeklaration entnommen und kann je nach Bezugsmaterial leicht variieren.
Für einzelne Arbeitsphasen ja, für den ganzen Arbeitstag nicht. In der vordersten Position sitzen Sie kniend an Tischen von etwa 71 bis 76 cm Höhe und arbeiten dort konzentriert. Der Sessel dreht sich aber nicht, rollt nicht und lässt sich in der Sitzhöhe nicht anpassen. Als einziger Arbeitsplatz ersetzt er keinen Bürodrehstuhl.
Ja, es ist derselbe Sessel nach demselben Entwurf. Peter Opsvik gestaltete ihn 1983 für Stokke. Als Stokke 2006 die Produktlinien aufteilte und sich auf Kindermöbel konzentrierte, gingen die ergonomischen Sitzmöbel an das eigenständige Unternehmen Varier. Am Grundkonzept änderte sich nichts, im Detail gab es über die Jahrzehnte lediglich kleinere Anpassungen.
Nur eingeschränkt. Bezüge und Polster der aktuellen Modellreihe passen auf Sessel ab Baujahr 2000 beziehungsweise 2006, für ältere Exemplare sind sie nicht kompatibel. Zwischen 2000 und 2006 liefen beide Versionen parallel. Wenn Sie das Baujahr nicht kennen, schicken Sie uns Fotos Ihres Sessels, dann prüfen wir die Passform vorab.
Der Variable ist auf eine Sache ausgelegt, nämlich die aktive Kniehaltung am Schreibtisch, und dafür kompakt und leicht. Der Gravity beherrscht diese Haltung ebenfalls, geht darüber hinaus aber bis in die vollständig zurückgelehnte Position. Dafür braucht er deutlich mehr Stellfläche und lässt sich nicht mal eben zur Seite räumen.
Diese europäische Norm regelt die Anforderungen an Sitzmöbel für den Nichtwohnbereich, also für Büros, Praxen und öffentliche Gebäude. Geprüft werden unter anderem Kanten, Klemmstellen und die Frage, ob sich tragende Teile unbeabsichtigt lösen können. Der Gravity hat die Prüfung in der Prüfschärfe L1 bestanden. Für den privaten Gebrauch bedeutet das eine Reserve, weil die Anforderungen über die reine Wohnraumnutzung hinausgehen.
Nach dieser Norm wird die Belastung simuliert, die ein Sitzmöbel über seine Lebensdauer erfährt. Sitzfläche und Rückenlehne durchlaufen dabei 100.000 Lastwechsel, die vordere Sitzkante 50.000 und die Armauflagen 30.000. Dazu kommen statische Lasttests und Schlagprüfungen auf Sitz, Rücken und Arme. Der Gravity zeigte nach allen Durchgängen keine Brüche, keine gelösten Verbindungen und keine bleibenden Verformungen.
Diese Norm prüft, ob ein Sitzmöbel unter Belastung kippt. Da der Gravity auf Kufen steht und sich bis in eine Liegeposition zurücklehnen lässt, sind hier die Prüfungen für zurückgelehnte Sitzmöbel mit Beinauflage und für Schaukelstühle einschlägig. Beide wurden bestanden, ebenso die Prüfungen auf Kippen nach vorn und zur Seite.
Die Prüfungen wurden nicht vom Hersteller selbst durchgeführt, sondern von einem unabhängigen Möbelprüfzentrum, das vom litauischen Akkreditierungsbüro nach ISO/IEC 17025 für Möbelsicherheit, Möbelwerkstoffe und Formaldehydbestimmung akkreditiert ist. Der zugehörige Prüfbericht liegt uns vor.
Verantwortliche Person für die EU
In der EU ansässiger Wirtschaftsbeteiligter, der sicherstellt, dass das Produkt den erforderlichen Vorschriften entspricht:
Varier Furniture AS
Drammensveien 130 0277 Oslo Norwegen
https://www.varierfurniture.com/en
info@varierfurniture.com
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